Aachen – römische Bäderstadt

Badeleben in einer römischen Therme
Von der einst reichen Ausstattung der Therme unter dem Dom haben sich zwar nur kleinteilige Reste erhalten. Sie belegen aber den höchsten Standard damaliger Bautechnik. Beheizte Mörtelfußböden (Estriche) mit Ziegelplattenbelag oder Mosaik, mit Marmor verkleidete Badebecken, verputzte und farbig bemalte Wände, Bauornamentik aus Kalkstein, verglaste Fenster und Dächer mit Ziegel- oder Schieferdeckung.

Therme Aachen (c) Stadt Aachen

Ein 3-D-Rekonstruktion
Im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit der RWTH Aachen und der Universität zu Köln wurde ein dreidimensionaler Rekonstruktionsvorschlag der Thermen unter dem Dom – der so genannten Münsterthermen – erstellt, um das Gebäude zumindest virtuell aus seinen Ruinen auferstehen zu lassen. Dadurch erschließt sich auch dem heutigen Betrachter die imposante Erscheinung dieses Gebäudes.

Thermen im Rohbau
Obwohl wir durch die Funde aus den Münsterthermen wissen, dass es Mosaikböden, Marmorverkleidung und bemalte Wände gab, haben wir bewusst auf eine Darstellung verzichtet. Wir wissen ja nicht, welche Ausschmückung wie in welchen Räumen angebracht war. So sehen wir die Thermalbaderäume im Zustand, bevor der Innenausbau abgeschlossen war.