Klappergasse

Licht auf das „finstere“ Mittelalter
Das Archäologische Fenster stellt sich im Stadtraum als kleines skulpturales Ausrufezeichen aus Stahl dar. Es bietet einen Blick ins städtische Leben des 9./10. bzw. des 15./16. Jahrhunderts.

Im Jahre 2005 wurde hier bei Tiefbauarbeiten der STAWAG, auf einer Mauer aufsitzend, eine Blausteinrinne gefunden. Sie wurde mit dem Wasser des Paubachkanals gespeist und diente zur Versorgung der Brudermühle, die bis 1941 an der Stelle der heutigen Häuser an der Klappergasse 2-4 stand. Eigentümer der Mühle war die Gemeinschaft der Stiftsherren des Marienstiftes. Die Brudermühle hieß auch Brodmühle, was in der Folge der Name eines Restaurants war (zur Brodmühle), das später an dieser Stelle stand. Im Bierkeller des 1941 bei einem Bombenangriff zerstörten Hauses lagen noch zwei Mühlsteine. Die mächtige Bruchsteinmauer unter der Rinne stammt von einem Großbau des 9./10. Jahrhunderts, über den wir keine weiteren Erkenntnisse haben.


Bei Grabungen der Firma sk ArcheoConsult wurden zwei Zeitschichten dokumentiert. Über einer älteren Mauer, deren dazugehöriges Gebäude wir nicht weiter kennen, verläuft das spätmittelalterliche Mühlengerinne.