... und seine Folgen

Aufschlussreiche Schichtenfolge

An dieser Schichtenfolge unter dem Treppenaufgang zur Nikolauskapelle lassen sich Spuren eines Erdbebens und die Behebung der verursachten Schäden ablesen. Die unteren Erdschichten wurden von den karolingischen Bauhandwerkern zwischen den zunächst aufgehenden Partien der Fundamentmauern aufgeschüttet (A). Darüber folgt ein ca. 10 cm mächtiger weißer Kalkmörtelestrich. Hierbei handelt es sich um einen ersten Kirchenfußboden (B). Infolge eines Erdbebens verlor dieser Estrich an allen Seiten die Haftung zu den angrenzenden Wänden.

Die zwischen Estrich und Wand entstandenen Spalten wurden nach der Zerstörung durch ein Gemisch von Mörtel und Steinsplittern aufgefüllt (C).

Darüber folgt eine sterile Lehmschicht als bauvorbereitende Planierung vor Einbringung des neuen Fußbodens (D). Der jüngere Kalkmörtelestrich ist gleichmäßig mit Mergelsteinen durchsetzt (E). Durch Zusatz von Ziegelmehl bekam der Mörtel nicht nur die rosarote Färbung, sondern vor allem eine höhere Festigkeit und Feuchtebeständigkeit. Der ursprünglich darauf verlegte Schmuckfußboden hat sich nicht erhalten.

Erdbeben_Schichtenfolge2