... Aquisgrani terrae motus noctu factus ...

Mit diesen Worten wird in den Reichsannalen für das Jahr 829 ein Erdbeben in Aachen beschrieben. Bereits für das Jahr 803 fand dort ein erstes Aachener Erdbeben Erwähnung.

Ausgrabungen haben an mehreren Fundamentmauern des Doms deutliche Risse ans Licht gebracht. Vor dem Eingang zur Nikolauskapelle zeigte sich, dass ein erster Kirchenfußboden zerstört und durch einen neuen Bodenbelag ersetzt wurde. Die zerstörten Bereiche wurden mit einem harten Gemisch aus Kalkmörtel und Steinsplittern aufgefüllt. Diese Flickungsschicht zog nun aber über einen durch das Erdbeben hervorgerufenen Mauerriss. Das bedeutete, der Riss war bereits vorhanden, als die Flickung ausgeführt wurde. Folglich muss das Ereignis, welches zu den Zerstörungen und Rissen geführt hat, noch in karolingischer Zeit erfolgt sein.